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Гёте о евреях. На русский не переведено. Из Das Jahrmarktsfest zu Plundersweilern

DEgOiFaeSoU
Du kennst das Volk, das man die Juden nennt,
Das außer seinem Gott nie einen Herrn erkennt?
Du gabst ihm Raum und Ruh, sich weit und breit zu mehren
Und sich nach seiner Art in deinem Land zu nähren;
Du wurdest selbst ihr Gott, als ihrer sie verstieß
Und Stadt- und Tempelspracht in Flammen schwinden ließ:
Und doch verkennen sie in dir den güt’gen Retter,
Verachten dein Gesetz und spotten deiner Götter;
Daß selbst dein Untertan ihr Glück mit Neide sieht
Und zweifelt, ob er auch vor rechten Göttern kniet.
Laß sie durch ein Gesetz von ihrer Pflicht belehren
Und, wenn sie störrig sind, durch Flamm und Schwert bekehren.
. . .

Auch ist’s das eben nicht, wovon die Rede war:
Der Jude liebt das Geld und fürchtet die Gefahr.
Er weiß mit leichter Müh, und ohne viel zu wagen,
Durch Handel und durch Zins Geld aus dem Land zu tragen.
. . .

Das alles ließe sich vielleicht auch noch verschmerzen:
Doch finden sie durch Geld den Schlüssel aller Herzen,
Und kein Geheimnis ist vor ihnen wohlverwahrt.
Mit jedem handeln sie nach einer eignen Art.
Sie wissen jedermann durch Borg und Tausch zu fassen;
Der kommt nie los, der sich nur einmal eingelassen.
. . .

Ich weiß vollkommen wohl; dir ist zwar niemand gleich,
Doch gibt’s viel große Herrn und Fürsten in dem Reich,
Die dein so sanftes Joch nur wider Willen dulden.
Sie haben Stolz genug, doch stecken sie in Schulden;
Es ist ein jeglicher in deinem ganzen Land
Auf ein und andre Art mit Israel verwandt,
Und dieses schlaue Volk sieht einen Weg nur offen:
Solang die Ordnung steht, so lang hat’s nichts zu hoffen.
Es nährt drum insgeheim den fast getüschten Brand,
Und eh wir’s uns versehn, so flammt das ganze Land.
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